28 Feb 12

Hin und wieder kommt es vor, dass ein (Biotech)-Pelletskessel auch ausfällt. Es muss nicht Biotech sein, es kann auch jeden anderen Hersteller treffen.

Die Ursachen dabei liegen oftmals nicht unbedingt beim Biotech-Pelletskessel (Wärmeerzeuger) selbst, sondern beim Pelletslager respektive dem Brennmaterial, den Pellets.

Unsere Erfahrung zeigt, dass es gerade nach mehreren Betriebsjahren zu einem sehr hohen Staubanteil im Pelletslager kommen kann.

Hoher Anteil an Pelletsstaub im Biotech Tagesvorratsbehälter

Auf dem gemachten Bild sehen Sie den Tagesvorratsbehälter eines Biotech PZ 25 RL Pelletskessel. Zu erkennen ist ein exorbitant hoher Pellets-Staubanteil.

Schlimm oder nicht schlimm?

Schauen Sie, dass liefert unserem Biotech-Kessel in der Regel keine Verbrennung-Probleme, da mittels Lambdasonde, die minderwertige Qualität erkannt wird und der Biotech Pelletskessel, dass selbstständig ausregelt bzw. reinigt.

Kommt es allerdings dazu, dass der Staubanteil sich unverhältnismäßig anhäuft und sich wie ein Bienennest vor der Behälterschnecke ansetzt, kommt es zum Ausfall der Pelletsanlage.

Möglicherweise kann es noch schlimmer kommen…

Im ungünstigstem Fall, fallen jedoch noch nur einige wenige Pellets in die Behälterschnecke, die als Zuführeinheit zum Brennraum dient. Man erkennt das keinesfalls auf Anhieb, dass ist das Kuriose daran.

Angenommen und bedingt durch den Staubkegel geraten nur noch 50% der Menge an Pellets zur Verbrennung, so sinkt auch proportinal die Kesselleistung um ca. 50%.

Die Kesseltemperatur wird zwar am Kesseldisplay mit 100% Leistung anzeigt, im ungünstigen Fall nicht annähernd erreicht! Die Anlage heizt und heizt, kommt allerdings nicht auf die gewünschte Kessel-Temperatur.

Aus 25  KW werden so 12,5 KW. Bei -5° C Außentemperatur und benötigter 20 KW Heizlast ist das Chaos dann perfekt!

Es soll Kundendienstmonteure geben, die an dieser Störung  verzeifelt sind und nach mehreren Tagen, der erfolgslosen Störungssuche, die Flinte ins Korn geschmissen haben. Nicht gelogen.

Gut dass Sie hier gelandet sind, finden Sie nicht auch? Ihnen kann das nicht (mehr) passieren.

Deshalb mein Tipp an alle Besitzer einer Pelletsheizung, sowie den Kundendienstmonteuren der jeweiligen Heizungfirmen: (Achtung! Vorher Anlage stromlos machen, da Verletzungsgefahr, – dabei die Herstellervorgabe beachten!)

Mindestens 1x Jährlich, neben der Wartung durch den Fachmann versteht sich, unbedingt den Pellets-Vorratsbehälter entleeren und reinigen (lassen). 
 

Filed under: Pelletsheizung

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19 Comments.

  • Agnes Dieter sagt:

    Hallo,
    bin im Besitz einer Pelletsanlage von Biotech PZ8RL, seit 10Jahren. Seit geraumer Zeit bekomme ich nun täglich die Fehlermeldung im Display „1 Pelletbehälter leer“ angezeigt, obwohl das gar nicht der Fall ist!! In diesem Fall,betätige ich die EIN/AUS Taste und die Anlage fährt wieder hoch für einige Stunden, bis zur nächsten Meldung! wie gesagt mittlerweile täglich. Hat dieses Problem schon einer gehabt? Der Kundendienstmonteur kann mir nicht wirklich weiterhelfen, jedesmal wenn er bei uns ist, läuft die Anlage natürlich. Vielen Dank vorab für die Hilfe

  • Herbert Uhlmann sagt:

    Auch hallo,
    verschieden Ursachen sind möglich, Kondensator zur internen Schnecke, Schnecke selbst, Zündung, …

    oder bei „Pelletlager“ leer: defekter Schlauch (löchrig) durch Pelletsabrieb, Fehler am Austragungssystem usw..

  • Agnes Dieter sagt:

    Hallo,
    super vielen Dank für die Rückmeldung. Mal sehen was nächste Woche beim Kundendienst
    passiert. Melde mich dann mit dem Ergebnis 🙂 Gruß Dieter

    – HU: Gerne 🙂

  • Martin G. sagt:

    Hallo,
    seit 2008 ist bei mir eine PZ25RL eingebaut, 10t Bunker mit Schneckenaustrag.
    Passend zu den Problemen „Pelletslager leer“ und Kesselleistung kann ich ein paar Anmerkungen machen.
    Anfangs problemlos ging es vor 2 Jahren los mit der Pelletsförderung. Bunker randvoll aber keine Pelletsförderung. Ich habe ein kleines Loch in die Bunkerwand gebohrt um mit Hilfe einer Baustahlstange die Brückenbildung zu zerstören. Klappte dann auch für 1 1/2 Jahre.
    Seit der heurigen Heizperiode (ist ja bisher kaum der Rede wert) war ich praktisch täglich im Bunker um die Förderung wieder zu aktivieren (Pelletslager leer).
    Da ja mit jeder Fehlermeldung die Heizung dummerweise abschaltet war auch der Heizpufferspeicher jedesmal auf nahe Raumtemperatur. Die lange Aufheizzeit von mehreren Stunden zusammen mit der geringen Abgastemperatur deutete auf eine zu geringe Heizleistung hin: 800ltr dT=30°C > 1.2h bei 25kW
    Habe einen kompletten Service für den Kessel machen lassen, keine Änderung der Leistung.
    Deshalb habe jetzt vor ein paar Tagen den Bunker komplett gereinigt. Die Pellets gesiebt und den Staub entsorgt: ca 1 Schubkarre Staub im Schneckenbereich.
    Der Schneckenaustrag ist offensichtlich nicht die geeignete Art Pellets zu fördern. Der Staub wird gesammelt und nicht einfach mitgefördert.
    Nun noch zur Kesselleistung: Die geringe Leistung und die niedrige Abgastemperatur deuten auf zu geringe Förderleistung der Vorratsbehälterschnecke hin.
    Wie kann ich den Vorratsbehälter reinigen?
    Von Biotech bekam ich auf Anfrage nicht mal eine Antwort.
    Schöner Gruß aus Bayern

    MG

  • Herbert Uhlmann sagt:

    Den Vorratsbehälter reinigen Sie wie folgt: Öffnen Sie die seitliche Blechverkleidung, danach gelangen Sie an den Tages-Vorratsbehälter. Entfernen Sie die Pellets und saugen mit einen handelsüblichen Staubsauger den Staubanteil meist kegelig vor der Zuführschnecke ab. Danach wieder Behälter verschließen. Wir empfehlen unseren Kunden einen Entstauber zu installieren. Diesen kann ich Ihnen gerne zusenden.(Kostenpunkt ca. 600 €) Die Norm erlaubt pro Tonne Pellets einen Staubanteil von ca. 10 kg.
    PS: Sie haben es völlig richtig erkannt. Liegt ein Staubanteil vor der internen Schecken (ähnlich wie ein Bienennest) gelangen nicht ausreichend Pellets in die Verbrennung und die Kesselleistung sinkt somit manchmal bis 50%!
    Gruß nach Bayern

  • Peter Malicki sagt:

    Guten Tag,ich bin Heizungsbauer in Walhorn Belgien.Ich habe eine Biotech Anlage die mir die Fehler-
    meldung Nr.15 anzeigt.Diese Meldung bedeutet Zuendung Kohlen Tauschen.Koennen sie mir sagen ob dieses Teil auch nur gereinigt werden kann oder muss es ausgetauscht werden,Wenn austauschen kann ich dieses Teil auch bei Buderus einkaufen.Auf eine Antwort wuerde ich mich freuen.Mfg.Peter Malicki

    HU: Biotech und der Buderus sind baugleich ab einem bestimmten Datum.
    Die Zündkohlen sind auszutauschen.

  • Herbert Uhlmann sagt:

    Hallo nach Österreich, ich kann Ihnen auch nur empfehlen eine Servicefirma zu kontaktieren.

  • Martin sagt:

    (Unsere Pelletsanlage läuft seit 10 Jahren Problemlos – nach längerer Pause dieses Jahres hat alles angefangen: Hauptantrieb ist überlastet bei 1,7- somit zuwenig Pelletszuführung in die Brennkammer – haben schon alles augeputzt und ausgebaut – aber weiterhin kein Erfolg – Täglich kommt nun diese Fehlermeldung 2 x. Wir haben Angst, dass der Hauptantriebsmotor bald den Geist aufgibt. Was können wir noch machen?)

    Der Kondensator vom Schneckenantrieb ist kaputt. Einfach gegen einen Neuen Kondensator tauschen.
    Wie Prüfe ich ob der Kondensator Kaputt ist?
    Wenn der Schneckenantrieb seinen „Impuls bekommt dreht die Schnecke nicht immer oder dreht in die falsche Richtung.

  • Sebastian B. sagt:

    vielen Dank für den Tip! Ich schätze genau das war das Problem bei mir. Der Kessel kam nie auf eine Temperatur über 63 Grad. Hab jetzt alles gereinigt und starte gerade wieder. Es war sehr viel Staub im vorratsbehälter! Ich gehe davon aus, jetzt ist das Problem behoben.
    vielen Dank!!!

  • Herbert Uhlmann sagt:

    ggf. Fallrutsche bzw. Zuführung verschmutzt.(auch Pelletvorratsbehälter leeren und reinigen. Sinnvollerweise einen Biotech Kundendienst anfordern. Wahrscheinlich hat der Kessel dadurch eine geringe Heiz-Leistung, was im Winter problematisch wird. Richtungswechsel beim Schneckenantrieb ist ok. (bezieht sich auf die Biotech-Pelletheizung)

  • Herbert Uhlmann sagt:

    Hier ist Deutschland 🙂

    Welche Adresse benötigen Sie Biotech, Rika, ……?

  • Gerd B. sagt:

    Hallo, hier kennt sich ja jemand mit Biotechkesseln aus 😉
    An unserem Toplight M (Blau / Buderus) hatten wir letztes Wochenende (zum zweitenmal in 8Jahren) folgendes Problem:
    Der Kessel schaltet sich ein, nur um nach erfolgreicher Zündung sofort wieder auf Ausbrennen zu schalten. Nach ein paar Minuten wiederholt sich das Spiel wieder und wieder und wieder…

    Es gibt keine Störungsmeldung o.ä. Nach kurzem Trennen vom Netz und etwas rumprobieren war das Problem plötzlich wieder weg…

    Als vor einigen Jahren das Problem zum erstenmal auftrat, waren der Heizungsbauer selbst eher etwas ratlos genauso wie sein Kumpel der anscheinend der echte Fachmann für Biotech war…

    Was könnte die Ursache sein? Das Problem ist, wir haben hier im Alb-Donau-Kreis Probleme in der Nähe einen kompetenten Fachmann für die Wartung zu finden.

  • Herbert Uhlmann sagt:

    ggf. müsste ein Urinit gemacht werden (- der eine ist der sog. ‚Urinit‘. Der setzt alles zurück.)
    wird allerdings vom Fachmann gemacht. ggf. Softwareupdate ausführen.

  • Christian H sagt:

    Hallo,

    ich habe einen 8 jährigen PZ8RL und seit ein paar Tagen das Problem, dass der Kessel die Wärme nicht ins Wasser bringt.

    Kesseltemperatur: 72° C
    Vorlauftemperatur: 24°C

    Ich hatte das vor ein paar Jahren schon einmal, da war die Wärmetauscherreinigung defekt. Das ist diesmal nicht der Fall. Ich habe heute morgen einen grossen Service gemacht und komplett gereinigt(inkl. Wärmetauscherrohre-von Hand abgeklopft). Die Pumpen von beiden Kreisen und vom Boiler laufen auch.

    Das alles hat nichts gebracht. Nun fehlen mir die Ideen…

    Wissen sie wo ich noch nachschauen könnte(handwerklich sehr begabt 🙂

  • Vincenzo sagt:

    Hallo habe ein ähnliches Problem. Wir haben eine Wolf BHP15 Pelletheizung schon seit etwa 7 Jahren. Wird Regelmäßig gewartet und hatte bis jetzt keine Probleme.
    Seit einigen Tagen habe ich das Problem das nach dem Starten der Anlage diese nach ca. 1min. Sofort wieder auf Ausbrennen geht. Das wiederholt sich nach der Rostreinigung immer und immer wieder. Der Kessel läuft einfach nicht an. Was könnte das Problem sein. Konnte in den Parametern nichts erkennen und es wurde auch nichts an der Steuerung geändert.

    Wie kann ich den Notlauf aktivieren da es Außen sehr kalt ist und ich nicht weiß wie schnell ein Monteur kommen kann.
    Danke schon mal im Voraus.

  • Herbert Uhlmann sagt:

    Das hört sich nach defekten/verscmutzen Luftmassesensoren oder defekter Lambdasonde an. Da können Sie m.E. aus der Ferne gesehen nichts selbst machen.

  • Herbert Uhlmann sagt:

    Rücklaufanhebung prüfen, und oder ggf. Heizungspumpe defekt oder Mischer zu.

  • Schillinger Marco sagt:

    Hallo, ich habe seit 11 Jahren einen Biotech PZ 8RL und seit gestern die Fehlermeldung Nr. 1 Pelletsbehälter leer. Jedoch war dieser voll. Ich habe ihn dann auch geleert und wie in anderen Kommentaren beschrieben ausgesaugt.
    Das Problem ist damit jedoch nicht behoben, die Fehlermeldung erscheint nach kurzer Zeit wieder.
    Die Förderschnecke aus dem Pelletsbehälter bewegt sich nicht, beim Vorfüllen hört man daher auch nicht wie die Pellets in den Brennerraum fallen. Die Anlage zündet, hat aber wohl nichts zu zünden, da keine Pellets vorhanden sind.

    Ich habe mit dem Kundendienst (Notdienst) des Montagebetriebes telefoniert, dieser sagt jedoch, er kenne sich mit der Anlage nicht aus.

    Können Sie mir einen Tipp geben, was ich tun kann?

    Vielen Dank schon mal

  • Herbert Uhlmann sagt:

    Hört sich nach einem Fremdkörper an der Zuführschencke an. Wenden Sie sich bitte an einen Biotech Fachmann in Ihrer Nähe.



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